Das Schützenjahr 2012

Gilde-Wiedersehenstreffen aller über 60 Jahre

„Tragt in die Welt nun ein Licht…“, singen die fast 200 Gäste und Mitwirkenden des Gilde-Wiedersehenstreffens am Sonntag, den 16. Dezember 2012, gemeinsam, als die Mitglieder des amtierenden Throngefolges Teelichter auf die festlich geschmückten Tische tragen. Diese hatten das Feuer von den drei brennenden Kerzen des Adventskranzes bekommen, welche ihrerseits mit dem Licht der Kerze des Bundesköniginnentages, die dazu extra aus der St. Anna-Kirche herüber gebracht worden war, entzündet wurden. Zuvor hatte Manuela Pollmeier einfühlsam die Geschichte vom „Weihnachtslicht“, welches das Christkind auf die Erde gebracht hatte, vorgetragen.

Am Beginn des Nachmittages hatte der stellvertretende Gilde-Brudermeister Markus Nagelsdieck die Partnerinnen der verstorbenen Gilde-Mitglieder wie alle Schützenschwestern und Schützenbrüder über 60 Jahre in der „Guten Stube“ der Gilde, in der Schützenhalle, herzlich willkommen geheißen. Sein besonderer Gruß galt dem amtierenden Königspaar Toni und Karola Hericks, den Jung-Regenten Sascha Großeschallau und Carina Stukenbrock, dem Throngefolge und dem Vorbereitungsteam des Vorstandes.

Die Schützenhalle füllt sich zum „Treffen aller über 60 Jahre“ am 16. Dez. 2013
Gespannte, freudige Erwartung
Markus Nagelsdieck, stv. Brudermeister der Gilde, begrüßt die Gäste
Das Königspaar Toni und Karola Hericks zündet die Kerzen am Adventskranz an
Manuela Pollmeier vom Vorbereitungsteam trägt die Geschichte vom Weihnachtslicht vor

Jagdhornklänge der jungen Jagdhornbläser des Hegerings Verl unter der Leitung von Thomas Tewes sind aus dem dichten Tannenwald auf der Bühne zu vernehmen, bis schließlich das Kinderkönigspaar Moritz Brandner und Jule Kettelhoit-Lohmann im Wechsel verkündet: „Die Jagdhornbläser sind weg. Die Tiere wagen sich wieder aus dem Wald hervor. Sie diskutieren über Weihnachten.“ „Für mich ist es kein Weihnachten, wenn es keinen Gänsebraten gibt“, verkündete lautstark der Fuchs, während die Maus an den Festtagen den Fernseher gar nicht ausschalten und der Dachs einfach nur mal wieder richtig ausschlafen möchte. So verbindet jedes Tier, dargestellt mit Masken von den Mitgliedern der Vorbereitungsgruppe, eine andere Vorliebe mit dem Weihnachtsfest, bis letztendlich der Ochse nach einer Ermahnung durch den Esel feststellt: „Das wichtigste an Weihnachten ist doch das Kind in der Krippe! Wissen das die Menschen eigentlich noch?“

Köstlich munden anschließend Kaffee und Kuchen, wofür das Throngefolge und der Vorstand mit seinen Damen gesorgt haben. Heinz Echterhoff und Heinz Reckord begleiteten nicht nur dezent an Keyboard und Trompete das Kaffeetrinken, sondern laden anschließend auch zum gemeinsamen Singen von Adventsliedern ein.

Die ältesten Teilnehmer des Treffens, bei den Damen Maria Jacobebbinghaus mit 89  Jahren und Hans Wester-Ebbinghaus bei den Herren mit 86 Jahren, werden von den beiden Brudermeistern der Gilde und von Schriftführer Michael Hauphoff besonders geehrt. Hans Wester-Ebbinghaus schmettert darauf hin zum Dank ein Lied in die Halle.

Die Torten versprechen Genuss pur…
Heinz Reckord (l.) und Heinz Echterhoff umrahmen das Treffen musikalisch
Die ältesten Teilnehmer werden besonders geehrt, v. l.: Brudermeister Heinz Sudhoff, Hans Wester-Ebbinghaus (86 Jahre), stv. Brudermeister Markus Nagelsdieck, Maria Jacobebbinghaus (89 Jahre) und Schriftführer Michael Hauphoff
Die „jungen Jagdhornbläser“ des Hegerings Verl
Das Gilde-Kinderkönigspaar Moritz Brandner und Jule Kettelhoit-Lohmann kündigt das Spiel der Vorbereitungsgruppe an, links die Sprecherin Hildegard Freßmann-Sudhoff

Brudermeister Heinz Sudhoff führt danach mit Fotos und Filmausschnitten noch einmal das Gilde-Highlight des Jahres 2012, den 57. Bundesköniginnentag in Verl, von den Promotion-Touren über die Festtage selbst bis hin zur großen Dankesfeier, lebendig vor Augen. Aber auch das übrige Geschehen seit dem letzten Wiedersehenstreffen vor zwei Jahren kommt dabei nicht zu kurz.

Den Schlusspunkt unter das Programm des Nachmittages setzt schließlich der Gilde-Nachwuchs unter der Regie von Jungschützenmeister Tobias Lükewille einem humorvollen Vortrag von Simon Riekhaus und einem Auftritt der „Flippers“, verkörpert von Jungschützenkönig Sascha Großeschallau, Sven Ganzer und vom stellvertretenden Jungschützenmeister Tobias Franzbonenkamp. Glanz in den Augen der Gäste und vielfacher Dank wird den Mitgliedern des  Vorbereitungsteams zuteil, denen aber auch anzumerken ist, dass sie selbst mit Begeisterung das Treffen gestaltet haben.

Die Tiere diskutieren über Weihnachten, vorn der Dachs (Helmut Nacke)
Ochs und Esel (Toni und Karola Hericks) ziehen die Schlussfolgerung: Auf das Kind in der Krippe kommt es an!
Jungschützenmeister Tobias Lükewille kündigt die nächsten Auftritte an
Jungschütze Simon Riekhaus bei seinem Vortrag
Die „Flippers“ setzen den Schlusspunkt unter das offizielle Programm, v.l.: Sven Ganzer, Tobias Franzbonenkamp und Jungschützenkönig Sascha Großeschallau

Betriebsbesichtigung bei der EGE-Fensterbau GmbH

Die Gilde-Gruppe in der Versandabteilung mit ihrem Königspaar Toni und Karola Hericks (4. u. 5. v. r.) sowie den Gastgebern Heinrich Schröder und Michael Kracht (hintere Reihe 2. u. 3. v. r.)

„Offene Türen eingerannt“ im wahrsten Sinne des Wortes hat die Schützengilde bei am Donnerstag, den 29. November 2012, der Firma EGE-Fensterbau an der Verler Messingstraße. Dabei stand zunächst ent-sprechend der Firmenbezeichnung die Produktion von Kunststoff- und Aluminiumfenstern für die 20 amtierenden und ehemaligen Gilde-Vorständler im Mittelpunkt des fast einstündigen Rundganges mit detaillierten Erläuterungen von Betriebsleiter Michael Kracht.

Zuvor hatten die Geschäftsführer des 1971 gegründeten Unternehmens, Jochen Liedke und Dr. Markus Pauli, die Gruppe im Ausstellungsraum, in dem bereits die Vielfalt der hergestellten Fenster und Türen deutlich wurde, herzlich willkommen geheißen.

120.000 Fenster und 4.000 produzierte Türen im Jahr, fast 500 Mitarbeiter bei einem Jahresumsatz von 55 Mill. Euro lauten die Kennzahlen des Betriebes, die Marketingleiter Martin Kampwirth nach der Führung an den Anfang seiner Ausführungen im Vortragsraum des Betriebes bei Kaffee und Kuchen stellte. Die Produktpalette reiche, so Kampwirth, vom traditionellen Sprossenfenster bis zur „Colani-Tür“, wobei heute von den Kunden neben der Form- und Farbwahl besonders viel Wert auf Energie-Einsparung und Sicherheit gelegt würden. Nach einer angeregten Diskussion dankte Brudermeister Heinz Sudhoff allen Beteiligten, so Heinz Thebille, der den Anstoß zu dieser Betriebsbesichtigung gegeben hatte wie insbesondere Heinrich Schröder von der Inhaber-Familie für den ebenso informativen wie angenehmen Besuch mit einem Präsent des Bundesköniginnentages 2012 in Verl.

Und vielleicht, so Sudhoff, ergäbe sich ja auch einmal die Gelegenheit zum Besuch eines der EGE-Zweigwerke in Grimma oder Sangerhausen, mit denen das Verler Unternehmen zu den fünf größten Fenster- und Türenherstellern im Bundesgebiet zählt.


Marianne Rampsel und Christian Mutz siegen beim Vorstandspokalschießen!

Stv. Sportschützenvorsitzender Markus Busche, der bisherige Pokalinhaber Werner Rampsel, Siegerin bei den Damen: Marianne Rampsel, Pokalgewinner Christian Mutz, Sportschützenchef Michael Schmalenstroer

Mächtig auf dem Vormarsch ist Bornholte-Bahnhof in der Verler Schützengilde. Sind seit dem diesjährigen Schützenfest bereits die Residenzen des Gilde-Königspaares und des Jungschützenkönigs wie auch der Wohnsitz des Zeremonienmeisterpaares in diesem Ortsteil zu finden, so wurden am Sonntag, den 18. November 2012, beim Vorstandspokalschießen auch die entsprechenden Trophäen dorthin vergeben.

Nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken im festlich geschmückten Speiseraum der Schützenhalle kämpften die Vorstandsmitglieder auf dem Schießstand wie am Glücksrad um die Nachfolge des bisherigen Pokalgewinners Werner Rampsel. Die Damen des Vorstandes taten es ihnen gleich im Wettstreit um den Wanderpokal, mit dem bislang Karin Kammertöns ihre Vitrine zieren durfte.

Brudermeister Heinz Sudhoff begrüßte in ungewohnter Reihenfolge zunächst die Vorstands-Kinder und sodann das Königspaar Toni und Karola Hericks sowie die Nachwuchsregenten Sascha Großeschallau und Carina Stukenbrock. Sein besonderer Dank galt Schießmeister Michael Schmalenstroer, der den größten Teil der Vorbereitungsarbeiten für das Treffen übernommen hatte, wie auch seinen Sportschützenkollegen Meinolf, Christian und Andre Pelkmann sowie Markus Busche, die für die notwendige Sicherheit auf dem Schießstand sorgten.

Organisator Michael Schmalenstroer war es denn auch, der schließlich die Spannung mit der Bekanntgabe der Sieger löste: Christian Mutz bei den Herren und Marianne Rampsel bei den Damen. Sie verwiesen Vorjahres-Regent Harald Honerlage und Heinz Sudhoff wie Nicole Hauphoff und die Königin des letzten Thronjahres, Melanie Honerlage, jeweils auf die Plätze zwei und drei.

Damit ist wieder ein Pokal im Hause Rampsel wie auch beide Auszeichnungen ihr Domizil in Bornholte-Bahnhof gefunden haben, was Michael Schmalenstroer mit einem launigen Seitenhieb auf Brudermeister Heinz Sudhoff vermerkte, der doch so sehr gehofft hatte, wenigstens einen Pokal nach Bornholte-Süd holen zu können.


„Glück auf!“ Gilde-Schützenfest 2012

Der Bergmannsspielmannszug Neuhof bei seiner Musikshow auf dem Kühlmannplatz
Hoch zu Ross inspiziert König Harald Honerlage am Samstagabend das angetretene Gilde-Bataillon
Brudermeister Heinz Sudhoff bei seiner Ansprache auf dem Denkmalplatz
Festmarsch am Samstag mit (v. l.) Kassierer A. Siggemann, Ehren-brudermeister H. Heitjohann, Präses Pfarrer H. - J. Hölscher und Schriftführer M. Hauphoff
Das neue Jungschützenkönigs-paar Sascha Großeschallau und Carina Stukenbrock, dessen Proklamation am Montag erfolgt, wird ins Festzelt getragen
Am Samstagabend ist auch Pfarrer Hubert Werning aus Dortmund, hier mit dem amtierenden Jungschützen-königspaar A. Kettelhoit und E. Pähler, wieder mit dabei

„Geht da schon wieder was?“, mag sich so mancher Gilde-Schütze unausgesprochen selbst gefragt haben nach dem nur sechs Wochen zurückliegenden, ebenso grandiosen wie für die Akteure anstrengendem, Bundesköniginnentag in Verl. Es ging! Und das nicht erst, als der Bergmannsspielmannszug aus der Kaligemeinde Neuhof bei Fulda, der einzige in Deutschland mit weißer Uniform, seine mitreißende Musikshow am Sonntagnachmittag auf dem Kühlmannplatz mit dem alten Bergmannsgruß „Glück auf“ eröffnete.

Schon am frühen Samstagabend war das Gilde-Bataillon, das König Harald Honerlage hoch zu Ross abnahm, mit allen Gruppierungen stark angetreten. Bevor der Spielmannszug Blau-Weiß Avenwedde und der Musikverein Verl den Großen Zapfenstreich intonierten, rief Brudermeister Heinz Sudhoff mit der Interpretation des Gedichtes „Nicht müde werden“ der Schriftstellerin Hilde Domin dazu auf, im Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden im eigenen Lebensbereich wie in der weiten Welt nicht nachzulassen.

Die höchste Beförderung, welche die Gilde zu vergeben hat, wurde zu Beginn des Festabends Gilde-Ehrenbrudermeister Hans Heitjohann, der zugleich Chef des Bezirksverbandes Wiedenbrück im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften ist, zugesprochen. Hans Heitjohann ist jetzt Generaloberst!

Überglücklich sah man an diesem Abend noch jemand: Sascha Großeschallau, der sich die Jungschützenkönigswürde kurz vor dem Erreichen der Altersgrenze sicherte und Carina Stukenbrock zu seiner Königin erkor. Beide wurden anschließend im Festzelt von der ganzen Gilde-Familie und ihren Gästen frenetisch gefeiert, bis schließlich die Show-Band „Fortissimo“ den Ton angab, und das auf eine begeisternde Art und Weise, welche die Tanzfläche kaum leer werden ließ.

 

Platzkonzert des Musikvereins Verl am Sonntagmorgen
Am Sonntagnachmittag schreitet das Königspaar Harald und Melanie Honerlage mit seinen Adjutanten Benedikt Klumpe (l.) und Ulrich Johann Vorderbrüggen die angetretenen Schützen- und Musikformationen ab
Der Festzug wird angeführt von den berittenen Adjutanten Thomas Toschläger (l.) und Thomas Hollenhorst-Schild, den Kommandeuren Johannes Rempe (r.) und Helmut Horsthemke, vom Bergmannsspielmannszug Neuhof und dem Musikverein Verl
Im Festzug marschiert auch das Königspaar der Scharmeder St. Petrus- und Paulus-Schützen mit: Peter Schulte und Sonja Zimmer

Nach dem Platzkonzert am Sonntagmorgen prägten große Abordnungen der Sürenheider, Kaunitzer und der Scharmeder Bruderschaften wie des Bürgerschützenvereins, acht Musikformationen und viele jubelnde Zuschauer am Straßenrand den Festumzug. „Nur schade“, meinte Brudermeister Heinz Sudhoff scherzhaft, „dass in der Einmündung der Bahnhofstraße nicht - wie beim Bundesköniginnentag - die Ehrentribüne steht.

Fast 40 Mädchen und Jungen standen anschließend beim Kinderkönigswettbewerb in der Reihe, bei dem mit Tennisbällen auf einen Vogel geworfen wird. Der glückliche Wurf auf das letzte Holzstück gelang schließlich Moritz Brandner (6), der sich freudestrahlend seine achtjährige Cousine Jule Kettelhoit-Lohmann zur Mitregentin erwählte.

Nach dem Kinderkönigs-Wettbewerb lassen am frühen Sonntagabend Brudermeister Heinz Sudhoff und André Gräbner die neuen Kindermajestäten Moritz Brandner und Jule Kettelhoit-Lohmann hochleben

Während des Schützenfrühstücks am Montagmorgen, dem ein eindrucksvoller Gottesdienst mit dem Präses der Gilde, Pfarrer Hermann-Josef Hölscher, vorausgegangen war, konnte Bezirksbundesmeister Hans Heitjohann unter großem Applaus Alfons Hollenhorst, der als Fahnenoffizier schon über 40 Jahre der Gilde dient, mit dem Hohen Bruderschaftsorden auszeichnen. Jungschützenmeister Tobias Lükewille und Schriftführer Markus Hauphoff ernannten Hans Beckhoff zum „Ehren- Jungschützen“, umsorgt dieser doch den Gilde-Nachwuchs unter anderem vor dem sonntäglichen Festzug auf seinem Areal an der Hauptstraße.

Das Gold-Jungschützenkönigspaar (1962), Josef und Aenne Schröder, ist Ehrengast beim Schützenfrühstück am Montagmorgen
Martin Pollmeier, Trompeter und Dirigent der „Blauen“, wird von den Brudermeistern Markus Nagelsdieck (l.) und Heinz Sudhoff mit dem Gilde-Verdienstorden ausgezeichnet
Fahnenoffizier Alfons Hollenhorst wird von Bezirksbundesmeister Hans Heitjohann für seinen mehr als 40-jährigen Einsatz für die Gilde mit dem Hohen Bruderschaftsorden geehrt
Jungschützenmeister Tobias Lükewille (r.) und Jungschützenschriftführer Markus Hauphoff ernennen Hans Beckhoff zum Ehrenjungschützen
„Schmuckmeister“ Norbert Klumpe dankt den beiden Brudermeistern im Namen der Gilde für ihren leidenschaftlichen Einsatz für den Bundesköniginnentag 2012 in Verl
Als Zeichen des Dankes erhalten sie ein von Manuela Pollmeier, Königin Melanie Honerlage und Ilse Jakobebbinghaus (v. l.) zusammengeselltes Fotobuch der Promotions-Touren im Vorfeld des Bundesköniginnentages
Das neue Königspaar der Gilde, Toni und Karola Hericks, jubelt…
…und marschiert am Montagabend erstmals in vollem Ornat auf
Auf dem Kühlmannplatz präsentiert sich auch noch einmal der bisherige Thron mit seinen Steckenpferd-Adjutanten
Der Gilde-Thron 2012/13 mit dem neuen Zeremonienmeister Sascha und Kristiane Hänisch (links neben dem Königspaar Toni und Karola Hericks)
Der Festball am Montagabend wird Dank der „Original Bergischen Gaudibuam“ zu einer richtigen Sause!
Da „trommeln“ dann auch die beiden Brudermeister ob des gelungenen Schützenfestes glücklich mit…

Die beiden Brudermeister der Gilde, Heinz Sudhoff und Markus Nagelsdieck, zeichneten Martin Pollmeier, Trompeter des Musikvereins und Dirigent der „Blauen“ beim Bundesköniginnentag für den beruflich verhinderten Dietmar Kay, für sein außergewöhnliches musikalischen Bemühen bei den unterschiedlichsten Schützenveranstaltungen mit dem Gilde-Verdienstorden aus.

Schließlich aber standen die beiden Brudermeister selbst im Mittelpunkt, als ihnen „Schmuckmeister“ Norbert Klumpe in einer emotionalen Rede den Dank der ganzen Gilde für ihren leidenschaftlichen Einsatz für den Bundesköniginnentag in Verl aussprach und jedem ein von Ilse Jakobebbinghaus, Melanie Honerlage und Manuela Pollmeier zusammengestelltes Fotobuch überreichte.

Fröhlich feiern und Gutes tun war auch die Devise dieses Schützenfestes, nach der die Gilde das auf 1.500 Euro aufgerundete Ergebnis der Hutsammlung dem 13-jährigen Abdul Gafhar widmen konnte, dem in Afghanistan durch eine Gasexplosion ein Teil des Gesichtes, der Hand und der linke Unterschenkel weggerissen wurde. Abdul fand mit Hans Kleinehelftewes in Verl einen Freund und konnte so bereits 34 Operationen in Deutschland hinter sich bringen.

Die Zeit war schon etwas fortgeschritten, als man zur Vogelstange schritt, an der schließlich für Toni Hericks und seine Frau Karola der Traum, Königspaar der Gilde zu sein, wahr wurde.

Der Spielmannszug Neuhof intonierte das Bergmannslied nicht nur zu Beginn seiner Musikshow, sondern als letztes Stück auch noch einmal vor der Rückreise nach Hessen auf dem Thron im Festzelt und unterstrich so den Wunsch für das Thronjahr 2012/13 mit den Regenten Toni und Karola Hericks, welche die Verler Gilde damit in das 180. Jahr ihres Bestehens führen werden: Glück auf!“


21. Gilde-Majestätenfahrt 2012

Geschichte begreifen – Gemeinschaft erleben, hieß es in der Einladung zur 21. Gilde-Majestätenfahrt am Sonntag, den 3. Juni 2012. Mit dem Blick in die nationalsozialistische Vergangenheit durch einen Besuch der Wewelsburg, wo ab eine 1933 eine SS-Kultstätte geplant wurde, hatten die Organisatoren wahrlich kein leichtes Thema gewählt.

Nach einem reichhaltigen Frühstück im Verler Kastanienkrug wird aber zunächst die ehemalige Reichsabtei Corvey (9. Jahrh.) an der Weser angesteuert, die nicht nur mit ihrer geistlichen und geistigen, sondern auch mit ihrer politischen und wirtschaftlichen Funktion überragende Bedeutung als Vorposten des fränkischen Reiches am Rande der damaligen christlichen Welt hatte. Corvey besitzt das älteste und einzige fast vollständig erhaltene Westwerk. Aber auch die Bibliothek mit ihren 74.000 Bänden, in der für fast ein Jahrzehnt auch der Dichter der deutschen Nationalhymne, Hoffmann von Fallersleben, bis zu seinem Tode wirkte, wie auch der Kaisersaal des heutigen Schlosses, lässt die Gruppe nachempfinden, wie sehr die Corveyer nach der Antragstellung der Entscheidung zur Eintragung als Weltkulturerbe, die für den Juni 2014 erwartet wird, entgegenfiebern.

Nach dem „Corveyer Marktbuffet“ zu Mittag geht die Fahrt weiter zur Wewelsburg im Bürener Land. Der Regen, der die 37 Verler seit dem Morgen begleitete, scheint irgendwie zu dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte zu passen, in dass die Gruppe mit einer Führung durch die Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“ im ehemaligen Wachgebäude am Burgvorplatz eintaucht. Beklemmende Gefühle löst auch die Besichtigung von zwei in NS-Architektur erhaltenen Kulträumen im Nordturm der Burg aus. Es waren gigantische, allerdings nur zu ganz geringen Teilen vollendete, Bauvorhaben, die SS-Führer Heinrich Himmler ab 1933 auf der Wewelsburg plante, die von 3.900 Häftlingen des nahegelegenen KZ Niedernhagen realisiert werden sollten, von denen 1.285 die unmenschlichen Bedingungen und die Willkür und Misshandlungen der SS nicht überlebten.

Selbst beim anschließenden Kaffeetrinken im „Ottens Hof“ lässt das Thema die Gilde-Majestäten nicht los, wurde doch 1935 der Hof von der SS erworben und hier als Ersatz für die im Umbau befindlichen Räumlichkeiten in der Wewelsburg ein Feier- und Versammlungsraum eingerichtet.

Brudermeister Heinz Sudhoff dankt auf der Rückfahrt mit herzlichen Worten dem Organisationsteam Marianne und Werner Rampsel sowie Michaela und Ullrich Sinnerbrink führt den Mut, solch eine Thematik für die Fahrt auszuwählen wie auch für die perfekte Planung und Durchführung.

Das heutige Schloss Corvey mit dem berühmten doppeltürmigen Westwerk der Reichsabtei aus karolingischer Zeit
Die Gilde-Majestäten Harald und Melanie Honerlage im Kaisersaal von Schloss Corvey, der ihnen für eigene Festlich-keiten dann doch etwas zu prunkhaft erschien
An diesem Schreibtisch arbeitete einst auch Hoffmann von Fallersleben
Und einen „Computer“ gab es damals im Schloss auch schon
Die Gilde-Majestäten nach dem Kaffeetrinken vor „Ottens Hof“ nahe der Wewelsburg

Verler Gilde präsentiert den Bundesköniginnentag 2012 auf der Bundesvertreterversammlung in Leverkusen

„Wir sind die Verler Schützen und haben frohen Mut…“, schallte es am 11. März 2012 von der Bühne des Forums in Leverkusen – und die über 450 Delegierten der Vertreterversammlung des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften klatschten sogleich den Rhythmus mit. Alle Befürchtungen der 17 Gilde-Schützen, unter ihnen auch das amtierende Königspaar Harald und Melanie Honerlage, ob sich der Bundesköniginnentag 2012 in Verl in diesem Rahmen auf so unkonventionelle Art und Weise präsentieren ließe, waren auf der Stelle verflogen.

Die beiden Brudermeister Heinz Sudhoff und Markus Nagelsdieck luden zu einem kleinen Rundgang durch Verl ein, der auf dem Kirchplatz begann und dorthin auch wieder zurückführte, worauf die mitgereisten Musikanten Heinz und Michael Rekord anstimmten: „…wir trinken nur noch das Wasser vom Kirchplatz Nummer 4“. Hierauf hatten die Gilde-Schützen hingearbeitet, indem sie alle Delegierten mit einer Kostprobe Verler Heimatwasser zum vorangegangenen Mittagessen auf den Geschmack brachten.

„Denn wenn et Trömmelche jeit…“, erklang als nächstes Lied, womit die Vorstellung des Programms am Festabend des Bundesköniginnentages, am Samstag, den 19. Mai 2012, eindeutig auf den Punkt gebracht wurde: Räuber live!

Nach dem Regieplan der Verler sollten zur nachfolgenden Ansage: „Und am Sonntagmorgen zum Festgottesdienst im Stadion an der Poststraße sind wir alle wieder fit“, einige wenige Töne zu „Großer Gott wir loben Dich“ anklingen, aber der Saal sang die ganze erste Strophe aus vollem Herzen mit – und der Bundespräses der Schützen, der Kölner Weihbischof Dr. Heiner Koch, strahlte.

Mit einem Marsch kündigten die beiden „Blauen“ den großen Festzug am Sonntagnachmittag des Bundesköniginnentages an, und die beiden Brudermeister riefen im Duett in den Saal: „Wir freuen uns auf sie! Freuen sie sich auf uns!“

Ein Film vom Auftritt der Verler Gilde in Leverkusen kann unter www.heimatfenster.de angeschaut werden.

Am Gilde-Infostand zum BKT 2012 im Forum Leverkusen, v. l.: Johannes Rempe, Michael Hauphoff und Alfons Siggemann
Vor Beginn der Versammlung, v. r.: H. Rekord, H. Horst-hemke, H. Nacke, A. Siggemann, Peter M. und H. Honerlage, stehend H. Sudhoff
In Leverkusen mit dabei, v. l.: Bezirksbundes- und Ehrenbrudermeister der Gilde Hans Heitjohann und das Königspaar H. und M. Honerlage
Zum Mittagessen er-halten die Delegierten ein Programm des Bundesköniginnen-tages in Verl „mit Geschmack“
Blick von der Empore auf die Bühne des „Forum Leverkusen“ mit den Verlern in Aktion
Die Gilde-Schützen präsentieren den 57. Bundesköniginnentag 2012 in Verl

Bezirksbruderschaftstag 2012 in Kaunitz

Zu Beginn des Bruderschaftstages, linke Seite: Stv. Brudermeister Markus Nagelsdieck und Schriftführer Michael Hauphoff, rechte Seite: Königspaar Harald und Melanie Honerlage und das Jungschützenkönigspaar Elisa Pähler und Andre Kettelhoit
Es passten nicht alle Gilde-Mitglieder an einen Tisch, li. Seite: Karin Kammertöns, Brunhild Pelkmann, Christian Pelkmann, Heinz Masmeier; rechte Seite: Ilse Jacobebbinghaus, Gertrud Steppeler, Meinolf Pelkmann und Helmut Wittenstein
v. l.: Bezirkspräses Pastor Rüdiger Rasche, Bezirksbundesmeister Hans Heitjohann und der Referent des Einkehrnachmittages, Militärdekan Monsignore Rainer Schnettker

„Gott segne Dich! Er beschütze Dich auf all’ deinen Wegen!“ Bezirkspräses Pastor Rüdiger Rasche wagte bei der abschließenden Andacht des Bruderschaftstages am 4. März 2012 das „Experiment“, die nahezu 700 Schützen zu bitten, jeweils ihren Nachbarn mit einem Kreuz auf die Stirn mit dem zitierten oder einem frei gesprochenen Satz zu segnen. Sicherlich für die anwesenden Schützenschwestern, besonders aber für die männlichen Schützen eine ungewöhnlich Form, vermutete er, die aber gleichwohl von den allermeisten mitgemacht wurde.

Zu Beginn des sonntäglichen Einkehrnachmittages hatte der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Verl, Josef Lakämper, die Gäste in der Ostwestfallenhalle Kaunitz willkommen geheißen, wobei er besonders auf die nächste Schützen-Großveranstaltung in der Ölbachgemeinde hinwies, auf den 57. Bundesköniginnentag am 16., 19. und 20 Mai. So verwunderte es nicht, dass die Verler Gilde mit ihrem Königspaar Harald und Melanie Honerlage und ihrem Jungschützenkönigspaar Andre Kettelhoit und Elisa Pähler und über 40 weiteren Mitgliedern besonders gut vertreten war. Aber auch die Sürenheider St. Georg-Schützen, die im letzten Jahr diesen Besinnungstag gestalteten und natürlich die Kaunitzer Schützen als diesjährige Ausrichter, für die Brudermeister Peter Kulik die große Schützenfamilie begrüßte, zeigten starke Präsenz.

Bezirksbundesmeister Hans Heitjohann wies in seinen einleitenden Worten auf das große soziale Engagement der 19 im Bezirksverband Wiedenbrück  zusammengeschlossen Bruderschaften hin und kündigte eine Hutsammlung an, die dem Kinder-Hospiz Bethel zu Gute kommen solle.

Militärdekan Rainer Schnettker vom Militärdekanat Mainz mit Sitz in Koblenz rief in seinem nachdenklich stimmenden Referat zum Thema „Militärseelsorge – Deutsche Soldaten im Auslandseinsatz“, dazu auf, Stammtischparolen zu widersprechen, bei Unrecht aufzustehen und dem anderen beizustehen, und das mit offenen Augen und wachem Herzen, womit man am besten Solidarität und Unterstützung für den Einsatz der Soldatinnen und Soldaten bekunde, von denen allein auf deutscher Seite schon 60 in Afghanistan gestorben seien. Monsignore Schnetker verdeutlichte an ergreifenden Beispielen aber auch, welchen Ängsten und Belastungen die Angehörigen der Soldaten ausgesetzt und somit besonders auf freundschaftliche Beziehungen, Anteilnahme und Hilfe angewiesen seien.

Alle, die mit dabei waren, erlebten einen eindrucksvollen Bruderschaftstag , der von den Kaunitzer Hubertus-Schützen top organisiert war, vom Musikverein Verl festlich umrahmt wurde, mit 2150,45 Euro ein beachtliches Ergebnis der Hutsammlung erbrachte und der von Bezirksbundesmeister Hans Heitjohann und seinem Stellvertreter Mario Kleinemeier souverain moderiert und geleitet wurde.


Gilde-Winterball 2012

Einmal noch tief durchatmen und gemeinsam kräftig feiern, bevor die harte Schlussphase der Vorbereitungen für den Bundesköniginnentag im Mai beginnt, das hatten sich die Gildeschützen für ihren diesjährigen Winterball am 21. Januar vorgenommen - und es gelang ihnen vortrefflich. Der stellvertretende Brudermeister Markus Nagelsdieck konnte mit den Gilde-Majestäten Harald und Melanie Honerlage und den Jungregenten Andre Kettelhoit und Elisa Pähler auch die Majestäten des Bürgerschützenvereins, der Kaunitzer Hubertusschützen und der St. Georg-Schützenbruderschaft Sürenheide sowie der befreundeten Schützenbruderschaft St. Petrus und Paulus Scharmede mit ansehnlichen Abordnungen willkommen heißen.

Während die Druffeler Tanzgruppe „Effekt“ den Hit: „Schatzi schenk mir ein Foto“ tänzerisch wie pantomimisch getreu ihrem Namen effektvoll darbot, hatte sich das Organisationspaar Bärbel und Tobias Fortkord überaus kreativ eine neue Variante ausgedacht: „…schenk mir eine Zeichnung!“ Dazu hatten sie den Karikaturisten Gernot Hellweg aus Schloß Holte-Stukenbrock eingeladen, dessen in wenigen Minuten erstellte Portraits so mancher Ballgast mit nach Hause nehmen durfte.

Für eine der wenigen Tanzpausen, welche die mitreißende Band „nightshift“ den 200 Ballgästen gönnte, hatten sich die beiden Gilde-Schützen Maik Heitmeyer und Michael Adämmer etwas ganz Besonderes ausgedacht: Die Verleihung des „Oskars“! Ausgezeichnet wurde damit der Film „VERLiebt“, eine Hommage der Gilde an ihre Heimatstadt Verl, für den Brudermeister Heinz Sudhoff das Drehbuch schrieb, Markus Nagelsdieck und Sudhoff als Sprecher fungierten und Detlev Hoffmann Regie und Produktionsleitung übernommen hatte. Sichtlich überrascht und gerührt konnte Markus Nagelsdieck die Oskars, auch für den verhinderten Brudermeister, entgegennehmen.

Kein Wunder, dass Brudermeister Heinz Sudhoff seitdem so manchen Gesprächspartner mit der Frage irritiert: „Haben sie schon einmal verliebt gekuckt“, womit er allerdings meint: „Haben sie sich schon den preisgekrönten Film ‚VERLiebt’ auf der Internetseite des Bundesköniginnentages www.Bkt2012.de angeschaut?“

Mit dem Ehrentanz eröffnet das Königspaar Harald und Melanie Honerlage den Gilde-Winterball 2012
Das Gilde-Königspaar Harald und Melanie Honerlage (l.) und das Jungschützenkönigspaar Elisa Pähler und Andre Kettelhoit mit dem Zeichner Gernot Hellweg
Vize-Brudermeister Markus Nagelsdieck hat nach der mit der entsprechenden Musik angekündigten Laudatio soeben die Oskars für den preisgekrönten Film „VERLiebt“ aus den Händen von Maik Heitmeyer (l.) und Michael Adämmer entgegengenommen
Die Scharmeder Schützen bringen hier gerade die Lose der Aktion „Schützen helfen: Bunter Kreis – Hilfe für schwerstkranke Kinder und ihre Familien“ an den Mann (v. l. Alfons Siggemann, Markus Nagelsdieck, der Scharmeder König Michael Neumann und Vize-Chef Dr. Peter Kesternich, Johannes Rempe und Michael Hauphoff)

Die Gilde-Jungschützen beim Rosenmontagszug in Rietberg

Gleich zwei Verler Schützengemeinschaften, und natürlich der Musikverein in unverkennbarer Boonekamp-Aufmachung, reihten sich in diesem Jahr in den Rietberger Rosenmontagszug ein. Während die Bürgerschützen als Piraten die Stadt der schönen Giebel unsicher machten, gaben sich die Jungschützen der Verler Gilde allerliebst als Königinnen. Wochenlang hatten sie in der Scheune des Hofes Kettelhoit und bei sinkenden Temperaturen schließlich in der Halle der Bauunternehmung Hauphoff an ihrem Schloss gearbeitet, denn für sie gab es nur ein Thema: der kommende Bundesköniginnentag in Verl am Ölbach.

Blond gelockt, mit Kronen im Haar und fast alle angetan mit Königinnenroben in der Gilde-Farbe bordeaux-rot, waren es mit einer Ausnahme junge Männer, welche die Herzen der Rietberger und ihrer vielen tausend jecken Gäste im Sturm eroberten. Selbst Helmut Horsthemke, seines Zeichens stellvertretender Kommandeur der Gilde, der mit einem blitzblank geputzten Oldtimer-Trecker den riesigen Prunkwagen durch die ehemalige Residenz-Stadt steuern durfte, hatte sich diesem wahrlich majestätischem Outfit nicht verweigert.

Lediglich der Gilde-Jungschützenkönigin Elisa Pähler, die als einzig tatsächlich weibliches Wesen auf dem kunstvoll hergerichteten Schloss-Wagen mit von der Party sein durfte, war ein anderes königliches Erscheinungsbild erlaubt.

So war es kein Wunder, dass Brudermeister Heinz Sudhoff, der mit seiner Frau Hildegard und zahlreichen weiteren Gilde-Schützen den „Regentinnen“ vom Straßenrand aus zujubelte, sich strikt weigerte, mit auf den Wagen zu steigen, um das herrliche Bild, wie er meinte, nicht zu zerstören.
Seine Begeisterung aber ob so viel Eigeninitiative fasste er in die Aussage: „Jungschützen, unsere Gilde ist stolz auf Euch“. An den Schloss-Wänden aber war unübersehbar zu lesen:

Die Königinnen in aller Munde, in Verl da schlägt die große Stunde.


Patronatsfest 2012

Der Musikverein Verl umrahmt das Frühstück zum Patronatsfest
Für das vorbereitete Frühstück erhalten ein kleines Präsent, v. l.: A. Voßhenrich, G. Nacke, A. Schmalenstroer, M. Rampsel, A. Wittenstein und M. Pollmeier
…ebenso die Throndamen, die das Frühstück serviert
Brudermeister Heinz Sudhoff eröffnet die Generalversammlung 2012

„Mit gehörigem Respekt, aber auch mit großer Vorfreude gehen wir die Hauptphase der Vorbereitungen für den 57. Bundesköniginnentag 2012 in Verl an.“ Dieses Credo stellte Brudermeister Heinz Sudhoff am 15. Januar in den Mittelpunkt seiner Ausführungen zu diesem Großereignis während des Patronatsfestes der  Schützengilde. Begonnen hatte der Sonntag mit einer Gemeinschaftsmesse in der St. Anna-Pfarrkirche, die von Gilde-Präses Pfarrer Hermann-Josef Hölscher zelebriert wurde, der daran erinnerte, dass sich das Patronatsfest auf den Namenstag des Hl. Sebastian, den Patron aller Schützen, beziehe. Nach einem kräftigen Frühstück, das von Damen des Vorstandes unter der Leitung von Gerti Nacke vorbereitet und von den Throndamen serviert sowie von Klängen des Musikvereins Verl musikalisch umrahmt wurde, konnte Heinz Sudhoff um 10.00 Uhr die Generalversammlung 2012 eröffnen. Sein besonderer Willkommensgruß galt dem amtierenden Königspaar Harald und Melanie Honerlage, den Jungregenten Andre Kettlhoit und Elisa Pähler sowie dem Bezirksbundesmeister, Gilde-Ehrenbrudermeister Hans Heitjohann, und seinem Stellvertreter, Mario Kleinemeier von der St. Laurentius-Schützenbruderschaft Westerwiehe.

Michael Hauphoff trägt den Jahresbericht vor
Alfons Siggemann er-läutert die Kassen-lage des Jahres 2011
Gertrud Steppeler hält den Sportschützenbericht
Jungschützen-Schriftführer Markus Hauphoff berichtet optisch und akustisch

Mit den Jahresberichten von Schriftführer Michael Hauphoff, Kassierer Alfons Siggemann, Sportschützen-Schriftführerin Gertrud Steppeler und Jungschützen-Schriftführer Markus Hauphoff wurde ein überaus umfangreiches, lebendiges Vereinsgeschehen des zurückliegenden Jahres vor Augen geführt, wofür auch 36 Neueintritte sprachen.

Sportschützen-Chef Michael Schmalenstroer konnte sodann die Gewinner des ersten Neujahrs-Mannschaftsschießens küren, dass eine Woche vorher auf dem Schießstand in der Schützenhalle ausgetragen wurde.
Den ersten Preis bekommen die Sieger, bestehend aus: v. l. Ilse Jakobebbinghaus, Johannes Busche und Kuno Jakobebbinghaus (ganz rechts)  von Andre und Christian Pelkmann sofort auf der Versammlung überreicht. Ein 30-Liter-Fass Gerstensaft.

Unter dem Tagesordnungspunkt 9 fand der Stand der Vorbereitungen für den Bundesköniginnentag besonders hohe Aufmerksamkeit. Brudermeister Heinz Sudhoff umriss noch einmal kurz den durch umfangreiche Werbemaßnahmen bekannten Programmablauf mit dem Auftritt von „Vlado Kumpan und seinen Musikanten“, die am 16. Mai böhmisch-mährische Blasmusik der europäischen Spitzenklasse bieten werden, mit dem Festabend am Samstag, den 19. Mai, und dem Festgottesdienst im Stadion an der Postraße und dem großen Festumzug am folgenden Sonntag.

Norbert Klumpe erläutert als „Schmuckmeister“ die Pläne zur Ausschmückung der Stadt Verl zum Bundes-königinnentag…
…und die Teilnehmer der Versammlung sind ganz Ohr

Bei der anschließenden Vorstellung der sieben Vorbereitungsgruppen war ihm die Freude darüber, wie viele Gilde-Mitglieder sich den Bundesköniginnentag zu eigen gemacht haben und mit kreativen Ideen wie Einsatzbereitschaft zu seinem Gelingen beitragen möchten, deutlich anzumerken. „Daher werde es auch gelingen“, so Sudhoff wörtlich, „dem Ereignis ein ganz spezielles Verler Gepräge zu verleihen.“ Eine spontane Hutsammlung mit einem ansehnlichen Ergebnis für diesen Zweck unterstrich dieses ebenso wie die große Unterstützung durch Gewerbetreibende und Gilde-Familien, so der Brudermeister.
Anhand einer Präsentation zeigte sodann Michael Hauphoff die Gestaltung der großen Zeltanlage an der Schützenhalle und den Verlauf des 2,8 km langen Marschweges für den Festumzug, während Helmut Horsthemke die helle, freitragende Gestaltung des Altares für den Festgottesdienst im Stadion vorstellte. Kurzweilig informierte Norbert Klumpe als „Schmuckmeister“ über die Ausschmückung der Stadt in zeitlicher Abstufung mit Fahnen und Fähnchen, mit Girlanden und allein vier großen Ehrenbögen, die von der Pfarrgemeinde St. Anna aus Anlass des Jubiläums „500 Jahre Kirchbaugeschichte in Verl“, von der Kolpingfamilie, dem SC Verl und der Gilde selbst errichtet werden und auch von einer großen Spiegelanlage, wo sich alle Marschierenden selbst entdecken und die teilnehmenden Regentinnen sich fragen können: „Spieglein, Spieglein in der Stadt, wer ist die schönste Königin im ganzen Land?“

Der Brudermeister hat soeben den Königsorden an König Harald Honerlage verliehen…
…und der Königinnenorden ziert Königin Melanie Honerlage
Für 40-jährige Mitgliedschaft werden Albert Peterhanwahr (l.) und Erhard Venker geehrt
Ein halbes Jahrhundert gehören Alfred Wloch (l.) und Kurt Bock der Gilde an
Konrad Hemmersmeier wird für 60 Jahre Treue zur Verler Schützengilde besonders geehrt
Mit dem Silbernen Verdienstkreuz des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften werden (v. l.) Lothar Meyer, Ilse Jakobebbinghaus und Michael Hauphoff ausgezeichnet
Helmut Nacke (2. v. l.) wird von Bezirksbundesmeister Hans Heitjohann (l.), vom stellvertretenden Bezirksbundesmeister Mario Kleinemeier (2. v. r.) und Brudermeister Heinz Sudhoff mit dem Hohen Bruderschaftsorden geehrt
Die Brudermeister nehmen die Vereinsjubilare in ihre Mitte (v. l.): Markus Nagelsdieck, Erhard Venker (40 Jahre), Günter Berenbrinker und Heinz Steinkemper (25 Jahre), Albert Peterhanwahr (40 Jahre), Christian Menning (25 Jahre), Heinz Sudhoff
Die Geehrte stellen sich dem Fotografen, v. l.: R. Landwehrjohann Gilde-Verdienstorden GVO; I. Jakobebbinghaus und L. Meyer Silbernes Verdienstkreuz SVK; C. und A. Pelkmann GVO; M. Hauphoff SVK; M. Hauphoff, C. Mutz und T. Lükewille GVO

Bereits in allerbester Stimmung, folgte dann die Auszeichnung von Mitgliedern, die über 25, 40, 50 oder sogar, wie Paul Brosig, Linus Held und Konrad Hemmersmeier, 60 Jahre lang der Gilde die Treue halten. Zu einem weiteren Höhepunkt wurde die Ehrung verdienter Mitglieder, die mit der Verleihung des Gilde-Verdienstordens an Kurt Bock, Markus Hauphoff, Ralf Landwehrjohann, Tobias Lükewille, Christian Mutz sowie Andre und Christian Pelkmann ihren Auftakt nahm.

Bei steigender Spannung ehrte sodann Brudermeister Heinz Sudhoff mit jeweiliger Laudatio vier Mitglieder mit dem Silbernen Verdienstkreuz des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften. Erstmals erhielt mit Ilse Jakobebbinghaus eine Frau in der nunmehr 179-jährigen  Geschichte der Gilde diese hohe Auszeichnung, des Weiteren Michael Hauphoff, Bernold Hoffknecht und Lothar Meyer.

Mit einem Grußwort des Bezirksverbandes Wiedenbrück, in dem er der Versammlung mit Blick auf den Bundesköniginnentag zurief: „Ihr Verler schafft das!“, leitete der stellvertretende Bezirksbundesmeister Mario Kleinemeier zur Verleihung des Hohen Bruderschaftsordens an Helmut Nacke über.
In seiner Laudatio hob er die große Leidenschaft und Einsatzbereitschaft des langjährigen Schatzmeisters  und jetzigen Kompanieführers für die vereinseigene Schützenhalle, für die kirchlichen Belange wie für das Schützenwesen insgesamt hervor, die von stehende Ovationen begleitet wurde.

 Unter großem Beifall wurde auch die Ausrufung von Norbert Klumpe zum Schützenbruders des Jahres aufgenommen, was seine langjährige Mitarbeit, aber auch seine „Schmuck-Ideen“ für den Bundesköniginnentag und seine Fähigkeit, Mitstreiter dafür zu begeistern, würdigt.

 

Irgendwann ist auch die schönste Versammlung zu Ende…

Noch lange blieb man an diesem Tag im Pfarrzentrum oder auch in Verler Gaststätten beisammen, und immer mehr wurde die Aufmunterung von Mario Kleinemeier „Ihr schafft das“ zur übereinstimmenden Meinung: „Wir schaffen das: den 57. Bundesköniginnentag 2012, und diesen mit einem ganz besonderen Verler Flair!“


Aufnahme in die Ehrengalerie

Der Vogel ist gefallen – und Karin Kammertöns strahlt
Schießmeister Michael Schmalenstroer hat eine Getränkekiste…
…zur Verkündigung und Proklamation der neuen Sportschützen-Majestäten erklommen
Neuer Sportschützen Jugendkönig ist Jens Langehegermann
Sportschützenkönigin Karin Kammertöns mit ihrer Amtsvor-gängerin Ulrike Kathöfer

Ein etwas anderes Neujahrsschießen erlebten die Mitglieder der Sportschützengruppe in diesem Jahr. Mit hohem Besuch und einer Woche Verspätung fand es erst am 13. Januar statt.
Das in diesem Jahr erstmalig ausgetragene Mannschaftsschießen für alle Gildemitglieder, sowie eine Terminüberschneidung mit der Hallenvermietung bedingten diese Verschiebung.

Die von Andreas Schmalenstroer und Christian Pelkmann extra angefertigten Sperrholzadler waren eigendlich viel zu schön um in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt zu werden.

Los ging es, wie in den Jahren zuvor auch, mit dem Schießen der Schüler und Jugendlichen. Schon mit dem 9. Schuß sicherte sich Daniel Schmalenstroer die Krone. Sein Bruder Maik Schmalenstroer traf mit dem 21. Schuß das Zepter und Vorjahresgewinner Raphael Lükewille ergatterte nur 8 Schüsse später den Apfel.

Den anschließenden Kampf um den Sieg entschied Jens Langehegermann mit dem 132. Schuß für sich und darf sich nun auf einen Türkranz zum Schützenfest im Juli freuen.

Auch das anschließende Schießen der älteren Schützen, stieß auf reges Interesse.

Nach 21 Schüssen fiel die Krone zugunsten von Andreas Gans. Das Zepter hielt noch 18 Schüsse länger, bevor es sich Andreas Schmalenstroer mit dem 39. Schuß sicherte. Auch Reiner Meier-to-Krax wollte den Schießstand nicht ohne Insignie verlassen, und errang mit dem 58. Schuß den Apfel.

Nun war es Zeit, den Vogel fachgerecht zu zerlegen. Nach 108 Schüssen holte Sportschützenchef Michael Schmalenstroer sich den linken Flügel. Andreas Schmalenstroer gewann den rechten Flügel mit dem 160. Schuß.

31 Schüsse dauerte es dann nur noch, bis Karin Kammertöns mit dem 191. Schuß den Wettkampf beendete. Bis spät in die Nacht wurden die Gewinner gefeiert.

Als Adjutantin hat Königin Karin sich Gabi Kammertöns erkoren
Unter dem goldenen Tuch hält Hildegard Freßmann-Sudhoff das Bild des Vorjahreskönigspaares Leo und Gabi Kammertöns verborgen
Ob es die beiden Brudermeister, Markus Nageldieck (l.) und Heinz Sudhoff, zum Bild-aufhängen mit dem Werkzeug nicht doch etwas übertreiben?
Ob das Bild so wirklich richtig hängt?
Geschafft! Das Bild des Königspaares 2010/11, Leo und Gabi Kammertöns, ist (unten rechts) in die Majestätengalerie eingegliedert


Nach der Proklamation der neuen Sportschützen Majestäten erwartete die gesellige Runde ein besonderes Ereignis. Die Aufnahme des letztjährigen Königspaares Leo und Gabi Kammertöns in die Königsgalerie.

Traditionell wird das verabschiedete Königspaar auf der Herbstfete im November in die Ehrengalerie, im Speiseraum der Schützenhalle, aufgenommen. Da im Jahr 2011 die Herbstfete aber dem Fest der vier Verler Schützenvereine weichen musste, boten die Sportschützen ihr Vogelschießen als Rahmenveranstaltung an.

So luden sie am zweiten Freitag im Januar das Vorjahreskönigspaar Leo und Gabi Kammertöns, ihr Throngefolge,  die Brudermeister Heinz Sudhoff und Markus Nagelsdieck, sowie das aktuelle Königspaar Harald und Melanie Honerlage ein, um den schon so lange freien Platz in der Königsgalerie zu füllen. Was nach anfänglichen handwerklichen Schwierigkeiten dann auch gelang, wie auf den Bildern zu sehen ist.


Neujahrs-Mannschaftsschießen 2012

Die Gewinnermannschaft bestehend aus: Johannes Busche, sowie Ilse und Kuno Jacobebbinghaus bekommen von Andre und Christian Pelkmann auf der Generalversammlung die Siegprämie überreicht.

Über siebzig Schützen trafen sich am 07. Januar zum ersten Neujahrs-Mannschaftsschießen der Gilde. Drei Schützen konnten sich jeweils zusammen tun und als Mannschaft um die begehrten flüssigen Preise kämpfen. Als ersten Preis hatten die Sportschützen ein 30l Fass Bier ausgelobt.

Jeder Schütze absolvierte eine Serie von 15 Schüssen mit dem Luftgewehr. Das Ergebnis wurde anschließend mit Hilfe von drei Würfeln aufgewertet. Das Mannschaftsergebnis wurde dann aus den drei Einzelergebnissen errechnet.

Sieger wurden die „Nachbarn der Reuterstraße“ gefolgt von den „Ladies only“ und dem Team „Die drei aus der Kathrein-Allfrey-Straße“ auf Platz drei. Alle Ergebnisse zum Nachlesen gibt es hier. Die Gewinnermannschaften feierten natürlich noch ausgiebig ihre guten Ergebnisse mit den anwesenden Schützen.

Neben dem Schießwettbewerb standen die vielen Gespräche in geselliger Runde hoch im Kurs. So war das kommende Großereignis, der Bundesköniginnentag natürlich Thema Nummer 1. Auch wenn die Planungen  zum großen Teil abgeschlossen sind, wurden viele Ideen  ausgetauscht, wie man das Wochenende noch gestalten und wie der Festschmuck ausfallen könnte.

Alle Teilnehmer waren sich einig. Das Neujahrs-Mannschaftsschießen wird künftig fest im Terminplan der Gilde verankert und für den Termin im kommenden Jahr ist die Schützenhalle schon reserviert.


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